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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Romont (CH), Mittwoch, 24. Juli 2002
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Leicht wie ein Vogel aber schweren Herzens! Am Bahnhof trennen sich unsere Wege
wieder. Nora und Inge fahren über Bern von Zürich aus nach Hause und ich folge
den braunen Schildern nach Hauterive. |
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![]() Einerseits leicht - ich habe Sommeradjustierung angelegt und wieder einen Teil meines Gepäcks mit nach Hause gegeben. Andererseits fühle ich mich im fremdsprachigen Land plötzlich alleine. Je älter desto sentimentaler. Dass ich meinen Weg aus Fribourg heraus auch nicht leicht finde, bessert meine Stimmung auch nicht gerade. |
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![]() oben:Die Zisterzienserabtei Hauterive unten: li.: das Chorgestühl; re.: romanisches Fresko
![]() Aber dann ist es geschafft und die Zisterzienserabtei Hauterive liegt wunderschön in einer Schleife der Saar. 1138 gegründet wurde es 1848 geschlossen. 1939 kamen Zisterziensermönche aus dem Kloster Mohrerau in Bregenz hierher und seitdem "wurde Gotteslob ohne Unterbruch weiter gesungen", wie es im Führer heißt. |
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![]() Weiter über Wiesen, Felder, auf denen das Korn reif steht (St. Jakobstag ist morgen und ab dann wurde Korn geschnitten), dann wieder durch Waldstücke mit riesigen Laub- und Nadelbäumen geht es Richtung Posat. Nach Esenvillens führt der Weg direkt neben der Piste eines kleinen Flughafens und die Flugschüler unterhalten mich mit ihren Start- und Landeübungen.
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![]() Um 7 Uhr abends erreiche ich müde aber zufrieden den wunderschönen mittelalterlichen Ort Romant mit seinen alten Schlosstürmen und Befestigungen, der sehr schön auf einem Hügel liegt. Es ist übrigens ein Zentrum der Schweizer Glasmalerei und auch bekannt wegen eines alten Karfreitagsbrauches aus dem 15. Jahrhundert: den "Klageweibern von Romant". Anfangs wirkt das Städtchen wie ausgestorben und ich will schon zu klagen beginnen, aber dann finde ich doch den "Goldenen Löwen" (natürlich auf französisch: "Le Lion d'Or) und damit Essen und Nachtlager. |
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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