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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Montpreveyres (CH), Donnerstag, 25. Juli 2002
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Von
Romont weg über hügeliges Land, Wiesen Kornfelder, dann wieder Wald ins Tal
der Broye, dann über den "Kretenweg" mit Blick auf die Freiburger Alpen im Osten
und im Süden in der Ferne die Gebirgskette der Dents-du-Midi und überall wird
das Korn geerntet, wie es sich am Jakobstag gehört. Ich aber gehe den ersten Tag
ohne Karte (bisher habe ich in der Schweiz eigentlich keine gebraucht, weil die
Auszeichnung des Jakobsweges, selbst durch die Städte, ausgezeichnet ist) und
schon vergehe ich mich, kurz darauf wieder (ein Scherzbold hat das Schild
verdreht) und dann am Nachmittag gründlich (ich bin in einem anderen Tal und
muss über den Berg zurück). |
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Schon will ich dem guten Jakob grollen (an seinem Geburtstag sollte er seine Pilger etwas schonlicher behandeln), da fällt mir die Szene mit Heinz Rühmann in seinem wunderbaren Schwejk-Film ein: Als er nach stundenlangem Fußmarsch wieder an seinen Ausgangspunkt zurückkommt und dort seinen Tabaksbeutel (den er vergessen hat) findet, sagt er: "Es hat alles einen tieferen Sinn". Das ist die Lehre von Heute, dem Geburtstag von St. Jakob.
Übrigens: am Zielort gab es keine Übernachtungsmöglichkeit. Da kam ein junger
Mann und führte mich in ein Motel. Dort übernachte ich jetzt, wie ich es mir
besser kaum wünschen kann.
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![]() Manchmal ist selbst dem Pilger der Weg versperrt |
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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