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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Reiseberichte Moissieu sur Dolon (F), Mittwoch, 7. August 2002
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Eintrag vom Vortag im Pilgerbuch von St. André: "Die Pilgerfamilie zieht weiter. Papa Gerhard, Mama Theres, Bruder Phillip und Nachzüglerin Lena. Ein funktionierendes Pilgerteam hat sich gebildet. Heute eine Ruhetagsstrecke von Grand-Lemps nach Cote St. André. Große Diskussion, ob die Hotels der 50er ihren Charme haben - eher negativ die ältere Generation, die die 50er erlebt hat - eher positiv die jüngere Generation. Wie auch immer geht's uns gut im Geist bis auf gewisse körperliche Schwachstellen (geschwollenes Schienbein, bekommt eine Arnika-Kur). Wundert's da jemanden, dass es überall so viele Apotheken gibt? Viel Spaß für euch alle auf eurer Pilgerreise! Lena (Autorin), Phillip, Theres, Gerhard" |
![]() An einem angenehmen Tag, bei leichtem Regen, dann wieder bei Sonnenschein, geht es über ein weites Land, unglaublich steinig, nach Moissieu-sur-Dolon.
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Der Marsch bis
Moissieu-sur-Dolon ist ziemlich weit, aber dort ist
die einzige Übernachtungsmöglichkeit weit und breit, und das nur dank der
Französischkenntnisse von Phillip. Ein Bauernhof, wir beziehen einen Wohnwagen.
Ziemlich schmutzig, aber eine reizende Familie. Die Frau hatte einen
Schlaganfall und wird vom Mann rührend betreut. Es gibt auch kein offenes
Restaurant, so kocht er uns eine Kürbissuppe und bei einer Flasche Wein zeigt er
uns seine Mappen über die Geschichte des Ortes und des nahe gelegenen Chateau
Bresson. Er schreibt auch Gedichte und ist überhaupt sehr vielseitig und
interessiert. Trotz der fehlenden Hygiene gut geschlafen. |
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PS: Kurz vor dem Bauernhof haben wir noch die Strecke des TGV gekreuzt und von der Brücke auf die Züge, die mit 300km/h vorbeisausen - eigentlich müsste man sagen: gleiten, denn sie sind erstaunlich leise - geschaut. Es gibt einen krassen Gegensatz zwischen dieser Hochtechnologie, die übrigens hermetisch gegen die Umwelt abgesperrt ist) und den leeren Dörfern ohne Geschäfte oder Pfarren, von denen aus es auch keine Busverbindungen mehr gibt. |
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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