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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Reiseberichte Nogaro (F), Sonntag, 8. September 2002
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![]() Leichter Regen, aber ich habe in Condom durch einen Zufall - oder war Jakob dahinter - Gamaschen gefunden. Die freundliche Holländerin (ich bekam am Abend noch einen Floc, so heißt der dortige Aperitif, von ihr) verabschiedet uns und die Pilger verschwinden Paar um Paar in den grauen Sonntagmorgen hinaus. In Eauze ist erstaunlicherweise (an einem Sonntag!) die Kirche geschlossen. Nur die Bäckereien haben auch jetzt schon offen, denn die Franzosen kaufen vor jeder Mahlzeit ihr Brot frisch.
Weiter geht es durch die Weingärten wo die "Folle Blanche" wachsen, eine Rebsorte die einen harten, säurereichen Wein liefert. Er ist das Ausgangsprodukt für die Herstellung des Armagnac, der nach dem Brennen seine Bernsteinfärbung durch mehrjährige Lagerung in schwarzen Eichenfässern erhält. Er ist das bekannteste Erzeugnis des Departement Gens und schmeckt köstlich!
Mittagessen in Manciet, wo offensichtlich reisende Stierkämpfer (hier ist der Stierkampf unblutig) gastieren. Jedenfalls bietet die jugendliche Ortskapelle die passende Untermalung dazu. Ein kleiner Umweg zur Kapelle eines Johanniter-Hospizes, dann nach Nogaro.
Mir war etwas bange, weil der Gité voll war, aber die freundliche Dame findet noch einen Platz. Wer einen vollen Gité kennt, weiß, dass das kein reines Vergnügen ist, aber besser als im freien (auch wenn der Regen zu Mittag aufgehört hat). Nogaro ist übrigens heutzutage durch eine Autorennbahn (was man hört) und einen Segelflugplatz bekannt. Abendessen in der Pizzeria mit Jean Eve, einem Franzosen aus St. Michele, der nur französisch spricht. Trotzdem unterhalten wir uns den ganzen Abend und trinken einen Armagnac auf meine 100 Tage.
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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