Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela

 
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Reiseberichte

Uterga (E), Donnerstag, 7. November 2002
111. Tag; Tageskilometer: 20; Gesamtkilometer: 2434



Die Kathedrale von Pamplona - li.: Kreuzgang, re.: Innenraum,
unten: Chorgestühl


li.: Trauernde [...] am Mausoleum von Karl III, der Edle und seiner Gattin Leonora, Königin von Navarra, 15.jhd.; Mitte: der hl. Martin, 17. Jhdt.; re: hl. Jakob, 14. Jhdt.

Am Vormittag besichtige ich die San Cermin (=San Saturino, der Heilige, der den Märtyrertod starb, indem man ihn an den Schwanz eines Stieres band) Kathedrale und das Museum. Ich erledige meine Post und verabschiede mich von den Kurzzeitpilgern, die heim bzw. nach Senegal Golf spielen fahren.


der Passübergang

Ich lege erstmals meine Regenausrüstung an, weniger wegen des Regens, sondern vielmehr wegen des beißend kalten Windes. Die Ausgabe hat sich gelohnt. Über die Passhöhe Puerto des Perdon geht es weiter. Beim Aufstieg überholt mich Marvel, ein junger Spanier aus Kastilien, der mehr läuft als geht. Ich bleibe aber vorsichtig. Am Kamm sieht man links und rechts soweit das Auge reicht riesige Windräder zur Stromerzeugung (s. Foto im Kopf der Seite).

Es ist kalt und der Weg war anstrengend; so streiche ich denn die letzten Kilometer nach Puenta la Reina und bleibe auf einem Bauernhof in Uterga. Ganz reizend hergerichtet - wer hat schon neben dem Bett eine Hauskapelle - aber kalt. Das Abendessen kocht der Bauer selbst, es ist äußerst reichlich. Trotzdem ist er wie erwartet ein Schlitzohr, denn die 30 Euro sind im Vergleich zu Pamplona (Übernachtung 17 Euro und mit 10 Euro zugegebenermaßen ein Sonderpreis fürs Essen) durch nichts gerechtfertigt außer dadurch, dass es hier weit und breit nichts anderes gibt. Das Gesetz der Marktwirtschaft.

 


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(c) 2002 Gerhard Schmutzer
last change: Sunday, 20-Apr-2003 15:21:56 CEST
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