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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Reiseberichte San Juan de Ortega (E), Donnerstag, 14. November 2002
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Am Morgen breche ich gemeinsam mit Franz und Annette, einer Architektin aus Berlin, aus dem Heerlager auf. Der Rest der 'Truppe' (die Spanier) hatte nicht nur mit dem Sturm zu kämpfen, sondern auch mit dem Regen - sie waren nass bis auf die Haut.
Ich wollte im Ort ein Frühstück bekommen, aber alles war noch geschlossen. Dafür dann in der nächsten Ortschaft. Von dort dann auf den gefürchteten Pass Puerto de la Pedraja.
Mir erscheint er eher gemütlich, aber es regnet leicht und etwas höher liegt auch Schnee. Außerdem führt der Weg dann nur durch den Wald und scheint endlos. Stunde um Stunde geht es so dahin und auch als wir unser Etappenziel bereits nahe wähnen - noch immer Wald. Dann aber doch - plötzlich und mitten im Wald - San Juan de Ortega! Das Kloster mit der schönen romanischen Kirche wurde ursprünglich nur für die Pilger gebaut, aber: es ist kalt, das Wasser in den Duschen ist kalt, alle jammern. Ich bin zum ersten Mal froh über meinen Winterschlafsack.
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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