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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Burgos (E), Freitag, 15. November 2002 |
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Zum ersten Mal habe ich mich (wie auch alle anderen) nicht gewaschen und war auch am Abend zum Essen gegangen ohne mich umzuziehen. Die spanischen Ehepaare sind von der ersten Sekunde nach dem Aufwachen an fröhlich wie immer, aber für sie sind auch alle Wehwehchen ohne jede Bedeutung, es ist ihr letzter Tag und sie hören in Burgos auf.
Iwan der Baske prophezeit dass es heute trocken und kalt wird, aber es regnet und hat angenehme 7°C.
Wir sehen Burgos schon sehr früh, Franz will es gar nicht glauben, aber durch den Schlamm kämpfen wir uns endlos den Berg hinunter.
Dann mit Annette ein gemütliches Mittagessen am Rand der Stadt und dann wieder ein endloser Marsch bis ins Stadtzentrum. Franz und ich beziehen gleich ein Hotel neben der Information - es ist Zeit für Wäsche, Körperpflege und ein bisschen Zeit alleine. Außerdem legen wir einen Tag 'Kultur und Gesundheitspause' ein. Zuerst noch ein Interview mit einer Studentin aus Sizilien, die eine Arbeit über den 'Jakobsweg heute' schreibt, dann zum Chinesen und danach ab in den Luxus von Bad und Leintüchern. Beim Kaffee in Atapuerca (frühzeitliche Funde menschlicher Besiedlung) hat mich jemand wie einen alten Bekannten gegrüßt, den ich gar nicht kannte - es war Pasqual, der mich von der Website, die er vor seiner Abreise aus der Schweiz fand, kannte.
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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