Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela

 
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Reiseberichte

Ponferrada (E), Freitag, 29. November 2002
133. Tag; Tageskilometer: 28; Gesamtkilometer: 2896


Nach einer luxuriösen Nacht am Morgen ein Schock: über Nacht hat es geschneit und die Landschaft liegt unter einer Schneedecke. Gott sei Dank gibt es die Straße und ihr kann man folgen. Nach kurzer Zeit in Schneeregen, Wind, Kälte und Nebel erreiche ich das Cruz de Ferro. Angeblich gab es diese Steinhaufen schon seit der vorrömischen zeit; die Römer benützten sie auch als Wegemarke und die Christen setzten auf den Eichenstamm ein Kreuz.


li.: das Cruz de Ferro; re.: die Kapelle ebendort

Und so setzte ich die über tausendjährige Pilgertradition fort, einen Stein hier abzulegen - man tut dies als Zeichen des Ablegens seiner Sünden, oder als Zeichen des Ablegens aller Dinge, die einen bedrücken oder einengen. Man soll den Stein mit Schwung werfen. Mein Stein stammt aus der Kapelle in Winzendorf, wo ich meine Wurzeln habe, und bei deren Einweihung ich durch den Tod meiner Mutter auch anwesend war.


li.: Manjarín; re.: Die Herberge von Manjarín, die Tomas in der
Tradition der Tempelritter führt.

Später steigen wird in eine komplett andere Landschaft ab - steile Täler ziehen Richtung Ponferrada und der Schneeregen geht in Regen über. So sind wir froh, in eine gute Herberge zu kommen, mit der Chance wieder trocken zu werden. Dort treffen wir auch Annette wieder.



Die typischen kleinen Dörfer, wo der Camino gleichzeitig
die Hauptstraße ist...


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(c) 2002 Gerhard Schmutzer
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