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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Reiseberichte O Cebreiro (E), Sonntag, 1. Dezember 2002
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![]() Die Nacht in der Baustellenherberge gemeinsam mit den Bauarbeitern, die gegen 2 Uhr beschwingt und sehr lustig nach Hause kommen, zu meiner Überraschung aber mit uns Pilgern gemeinsam um 7:30 aufstehen - immerhin ist Sonntag!
Wir werden mit Kaffee und gregorianischen Pilgergesängen [anm. PG: von den Bauarbeitern?] geweckt und an der Burg aus dem 15. Jahrhundert vorbei geht es Richtung Puerto de Pedrafita, dem Gebirgspass, über den wir von Kastilien nach Galicien kommen.
Hier liegt das Hospiz von Cebreiro, wahrscheinlich einer der ersten Versorgungspunkte, die es auf dem Jakobsweg gab.
Es regnet in Strömen und langsam aber sicher werden wir nass: Annette, Franz, die austro-neuseeländisch-kanadische Dreiermannschaft, Vater und Sohn aus Argentinien und drei Spanier - aber wir gehen allein, jeder sein eigenes Tempo. Zwischen Heidekraut, Ginster und Pinien, Kastanien und Eichen führt der Weg immer höher hinauf, das Wetter wird immer unfreundlicher, und als wir die Grenze zwischen Kastilien und Galicien erreichen (der Cebreiropass, 152km vor Santiago), kommen auch noch Nebel und Sturm dazu.
Völlig unerwartet tauchen die Steinhäuser von O Cebreiro auf. Zuerst am Ende der Welt und jetzt plötzlich Mercedes usw. - aber keine Albergo. Laut fluchend irre ich bei Nebel, Schneeregen und Sturm durch die nach Ferienhäusern aussehende Gegend, bis ich endlich die Herberge finde und dankbar den Unbilden der Witterung entrinne. Dann trocknen - die Wäsche wird auf alle möglichen freien Plätze verteilt - und kochen. |
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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