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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Mellid/Melide (E), Donnerstag, 5. Dezember 2002 |
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Heute ist ein schöner Morgen - bestes Wanderwetter.
Der Weg führt, immer eingesäumt von Steinmauern, durch Wiesen und Wälder. Die Stimmung ist fast ein wenig melancholisch: so lange war Santiago ein Ziel in weiter Ferne. Jetzt zählen die Kilometersteine die Entfernung nach Santiago alle halben Kilometer und plötzlich heißt das: Übermorgen bin ich da. Die Pilger im Mittelalter erwarteten eine konkrete Belohnung wie den Nachlass aller Sünden und sozusagen direkten Zugang zur ewigen Seligkeit. Für sie war das so konkret wie für uns der Kauf von Aktien für die Altersvorsorge.
Ich glaube, dass es die modernen Pilger etwas schwerer haben und nicht so sehr die überschäumende Fröhlichkeit früherer Zeiten - wie man in den Pilgerführern liest - sondern eher Besinnung und Dankbarkeit im Vordergrund stehen.
Es ist wieder eine sehr schöne Herberge, sogar mit Einstellplätzen für Pferde (das wäre eine Idee für später). Übrigens: ich war beim Friseur und ich hoffe meine Mutter bekümmert das jetzt nicht mehr: Kurzhaarschnitt.
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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