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Gerhards Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela |
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Finisterre/Fisterra (E), Mittwoch, 11. Dezember 2002 |
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Für den letzten Tag hat sich der Hl. Jakob wirklich etwas besonderes ausgedacht: es war wie eine Zusammenfassung des Weges an einem Tag.
Es beginnt mit einem wunderschönen Morgen. Das erste Stück geht entlang der Straße, weil die Brücke beschädigt ist und nasse Füße nur im Sommer ein Vergnügen sind.
Dann ein herrlicher Weg über Heide mit einem ersten Blick aufs Meer - absolut einsam!
Dann kommt hässliche Industrie und nach der Einsamkeit die Nationalstraße über welche die Armeekonvois donnern, mit denen die Soldaten und Freiwilligen versorgt werden [Anm. PG: Es geht um das Tankerunglück vor der Küste].
Dann kommen wieder romantische Fischerdörfer.
Am Nachmittag heftiger Regen, ich fahre ein Stück mit dem Auto, um den Sonnuntergang noch miterleben zu können. Von Finisterre zu Fuß ans Kap. Ein wunderschöner Sonnenuntergang weckt nach dem langen Weg schon Emotionen!
Zurück in Finisterre - das Städtchen mit seinen 5.000 Einwohnern ist
überfüllt mit Militär und Freiwilligen. Die Hospitalera - hoffnungslos
überfordert - weist mir ein Bett zu. Als ich nach dem Essen zurückkomme, liegt
Braiz darin! Sie hat es ihm gegeben, da es einem Captain gehört, der jetzt
woanders schläft. Immerhin zum Captain befördert, nehme ich mir eine Matratze
und schlafe in der Auslage des Stiegenhauses. Wie immer - das Jaköble hat's
gerichtet - im Stiegenhaus sind wir nur zu dritt; im Zimmer drängen sich 24
aneinander. Es ist wunderbar! Das Ziel ist erreicht! |
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(c) 2002 Gerhard Schmutzer |
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